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Qualitätsmanagement der Berufsschule I Ansbach

Nachdem in der deutschen Wirtschaft schon seit 1995 eine Qualitätsdiskussion entbrannte und erfolgreiche Qualitätsstrategien aus England und Japan importiert wurden, ist es natürlich auch für eine Berufsschule, die eng mit Betrieben kooperiert, unerlässlich, an der Schulqualität zu arbeiten.

Um berufliche Schulen dabei zu unterstützen, hat das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München (ISB) ein Konzept für ein Qualitätsmanagementsystem an beruflichen Schulen entwickelt, mit der Zielsetzung, die komplexe und verantwortliche Arbeit beruflicher Schulen in Bayern zu systematisieren und zu professionalisieren.

Das ISB bot den beruflichen Schulen die Teilnahme an dem entwickelten Qualitätsmanagementsystem – Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen (QmbS) - erstmals für das Schuljahr 2009/2010 an. Im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens wurde unsere Schule ausgewählt, so dass wir seit dem Schuljahr 2009/2010 den Status einer QmbS Schule haben.

Das Qualitätsmanagementsystem einer QmbS Schule besteht aus den folgenden fünf Bausteinen:

  • Schulspezifisches Qualitätsverständnis
    Qualitätsziele einer Schule müssen sich in erster Linie aus der schulinternen Bedarfslage und den schulischen bzw. kollegialen Wertvorstellungen entwickeln. Deshalb legte die Schule in einem innerschulischen Konsens ihre Werte und Zielvorstellungen fest, nach denen sie sich selber beurteilt bzw. beurteilen lassen möchte.
  • Interne Evaluation
    Bei der internen Evaluation von Schule geht es um „Qualitätserfassungen“, die auf die Institution als Ganzes ausgerichtet sind. Die Schule erhebt dafür in regelmäßigen Abständen fundierte Daten, die ausschließlich dem schulinternen Gebrauch dienen und führt einen Soll-Ist-Vergleich durch. Im Sinne einer kontinuierlichen Qualitätsarbeit werden aus den Ergebnissen der internen Evaluation neue Maßnahmen entwickelt, die zu einem späteren Zeitpunkt erneut überprüft werden und eine professionelle Qualitätsentwicklung der Schule sicherstellen.
  • Individualfeedback
    Qualitätsentwicklung an Schulen basiert im Wesentlichen auf Personen, d. h. ihrem persönlichen Beitrag zur Umsetzung der im schulspezifischen Qualitätsverständnis vereinbarten Ziele. Damit sich die Schule bzw. die einzelne Lehrkraft weiterentwickeln kann, ist es wichtig, dass die Bereitschaft besteht, sich Rückmeldungen einzuholen und diese konstruktiv zu nutzen. Rückmeldungen über Verhaltensweisen, Handlungen und Ergebnisse sind nur für die Lehrkraft (Feedbacknehmer) bestimmt und können von Schülern, Kollegen oder anderen Bildungspartnern eingeholt werden. Auch die Schulleitung erhofft sich von ihrem jährlichen Feedback durch das Kollegium Anregungen zur Verbesserung der Führung.
  • Externe Evaluation
    Bei der externen Evaluation werden Maßstäbe von außen vorgegeben und durch externe Evaluatoren überprüft. Die Ergebnisse der Evaluation sind bedeutend für die Weiterentwicklung des schulspezifischen Qualitätsverständnisses. Die externe Evaluation findet in umfassender Form normalerweise alle fünf oder sechs Jahre statt.
  • Steuerung der Qualitätsprozesse
    Qualität muss nachhaltig sichergestellt werden. Deshalb werden qualitätsrelevante Prozesse kontinuierlich gesteuert und im Hinblick auf ihre Ergebnisse kontrolliert. Für die Schule bedeutet dies, dass die Maßnahmen im Rahmen des Qualitätsmanagements systematisch geplant, durchgeführt und deren Wirkung kontrolliert werden, um die Bildungs- und Erziehungsleistungen der Schule auch langfristig bedarfsgerecht und erfolgreich anbieten zu können.

Die fünf beschriebenen Bausteine bilden die Grundlage unserer Bestrebungen, die Schulqualität der Berufsschule I Ansbach kontinuierlich zu verbessern.

 

Nähere Informationen zu unserer Qualitätsarbeit finden Sie in den Rubriken Leitbild, Feedback, Evaluation und QmbS Team.